Geschichte
Geschichte 1.1.1886 bis Heute
1.1.1856 - Heute
Im Bad Ibenmoos, oder, wie es in den Urkunden erwähnt ist, im Hedisbrunnenbad, herrschte während Jahrhunderten ein reger Betrieb. In den drei ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nahmen aber im Bad Ibenmoos, nicht zuletzt wegen der Konkurrenz durch das nahe gelegene Bad Augstholz langsam die Zahl der Badgäste ab.
1833 nahm der damalige Gemeindepräsident Josef Leu von Ebersol, später besser bekannt als Ratsherr Leu von Ebersol, die Gelegenheit wahr und kaufte im Namen der Gemeinde den Badhof, um in den gut erhaltenen Gebäuden eine Armenverpflegungsanstalt einzurichten.

Die Leitung des Hauses wurde in die Hände eines Haushälters und einer Haushälterin gelegt. Nach anfänglich guten Erfahrungen nahmen ab 1850 die Schwierigkeiten zwischen Heimleitung und Pensionären zu, sodass die „löbliche Armenkommission von Hohenrain“ im Jahre 1856 den „Barmherzigen Schwestern für Schule, Armen- und Krankendienste aus Ingenbohl“ die Führung des Heimes anvertraute.
Während 132 Jahren haben mehr als 70 Ingenbohlerschwestern, davon 24 als Oberschwestern (Oberin), das Haus geleitet und für das Wohl der anvertrauten Pensionäre gesorgt. Ihre Aufgagaben waren vielfältig und umfassend.
Von 1872 bis 1914 führte eine Schwester die Gesamtschule im Ibenmoos und bis 1946 haben die Schwestern im Heim auch Kinder aufgenommen und diese fürs Leben vorbereitet. Mit besonderer Hingabe umsorgten sie die Kapelle Maria zum Schnee und hüteten dieses Heiligtum am Waldrand als kostbares Kleinod.
Mit grossem Bedauern musste das Heim den Rückzug der Ingenbohler-Schwestern im Jahre 1988 zur Kenntnis nehmen. Ein starker Rückgang der Schwesternzahl hatte das Kloster Ingenbohl zu diesem Schritt veranlasst.
Mit Ordernsschwestern aus dem Kloster Baldegg fand der Gemeinderat neues Personal und das begonnene Werk konnte nahtlos während 18 Jahren weitergeführt werden. Mit viel Gottvertrauen gingen sie ans Werk und liessen sich bei dieser herausfordernden Aufgabe von ihrer religiösen Grundhaltung leiten. Ein grosser Dank gebührt den Klosterschwestern für den Einsatz den sie über all die Jahrzehnte für unser Haus und dessen Bewohner geleistet haben.
Ab 1975 wurde das Haus Ibenmoos an Institutionsleiter übergeben.
Kapelle Maria zum Schnee
Kapelle Maria zum Schnee, Ibenmoos, Kleinwangen
Nur wenige Schritte vom Haus Ibenmoos entfernt liegt idyllisch an einem Teich am Waldrand die Wallfahrtskirche Maria zum Schnee. Durch die verschiedenen Sitzgelegenheiten lädt der Ort zum Verweilen ein.
Die erste Erwähnung der Kapelle findet sich 1661 in einer Publikation von Johann Leopold Cysat, doch dürfte die Kapelle schon früher entstanden sein. Sie gehörte zum einstigen Bad Ibenmoos und wurde 1734 neu erbaut. Die Kapelle wurde mehrfach renoviert. Besonders sehenswert ist der Altar mit dem Marienbild.
Kontaktperson:
Kapelle: Frau Petra Kaufmann, Ibenmoos, 6277 Kleinwangen, 079 510 43 77
Pilgerandachten Kapelle Maria zum Schnee

Pilgerwege
Bei vielen Wallfahrtsorten säumen Kreuzwegstationen das letzte Wegstück zum Heiligtum. Die Künstler Paul Diethelm aus Luzern und Vitus Wey aus Sursee haben im Auftrag des Stiftungsrates von 1989 bis 1930 drei Rosenkranzwege geschaffen. Sie führen von verschiedenen Richtungen zur Kapelle. Die mannshohen, obelisförmigen Stelen aus spanischem Kalkstein tragen die Inschrift der Geheimnisse des Rosenkranzes und die symbolischen Zeichen Stern, Kreuz und Kreis.